Stand Up Paddeling - was ist das?

Stand Up Paddeling ist der englische Ausdruck für Paddeln im Stehen und wird mit SUP abgekürzt. Dabei steht der Paddler mit einem einseitigen Stand Up Paddle auf einem Surfbrett bzw. Surfboard. Dieses Surfboard, das einige Besonderheiten hat.
Das Stand Up Paddeling haben die Hawaiianer erfunden. An Tagen mit ruhiger See praktizieren sie auch heute noch diesen Sport, oft mit der ganzen Familie. Es ist ein gutes Training für alle Arten des Surfen, besonders jedoch fürs Wellenreiten.
Beim SUP wird der gesamte Körper trainiert, da sich der Sportler permanent in Balance halten muss. Das stärkt nicht nur die Fuß- und Beinmuskulatur sondern besonders auch den Rumpf, da die Muskeln permanent in Bewegung sind. In Deutschland wird das SUP immer beliebter, denn es ist ein Outdoor-Sport, eine Vorstufe zum Surfen, es ist ein Wassersport, es ist für alle Altersgruppen und damit für alle Familienmitglieder geeignet.
Es funktioniert ganz einfach: Der Sportler stellt sich in einem ruhigen Gewässer auf das Brett, was meistens etwas Übung erfordert, und bewegt sich dann, stehend, mit dem Stand Up Paddle vorwärts.

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10 Tipps zum Stand Up Paddeln

 

Was ist ISUP?

Die Abkürzung ISUP steht für ein bestimmtes Board fürs Stand Up Paddling. Es ist das derzeit teuerste Board, ein sogenanntes "Inflatable", ein aufblasbares Surfboard. Laut der Fachpresse hat das Inflatable vor allem zwei Vorteile: Es hat deutlich weniger Gewicht als ein normales Board, welches laminiert ist, und es lässt sich platzsparend transportieren. Dadurch entfällt auch ein sonst meistens notwendiger Dachgepäckträger auf dem Auto. Wenn du dir ein Stand Up Paddle kaufen möchtest, solltest du dich über alle Vor- und Nachteile gut informieren und vorher möglichst schon einmal die verschiedenen Boards ausprobiert haben.

Tipps fürs Stand Up Paddeln

Nummer 1: Ausprobieren
Wenn ihr euch ein Stand Up Paddle kaufen möchtet, solltet ihr diese Sportart zuvor schon einmal ausprobiert haben, denn die Anschaffung des Equipments ist nicht ganz billig. Ihr benötigt nicht nur das Board und das Paddle, sondern auch festes Schuhwerk, mit dem ihr guten Halt auf dem Board findet.

Nummer 2: Balancetraining
Um Muskelkater vorzubeugen empfiehlt es sich, rechtzeitig mit einem Trockentraining zu beginnen. Ein sogenanntes Balancebrett, manchmal auch Wackelboard genannt, bereitet eure Muskulatur auf die instabile Situation auf dem Board vor. Auch das Springen auf dem Trampolin ist empfehlenswert. Eine spezielle Übung fürs Paddling ist zum Beispiel auf dem Trampolin von einem Bein aufs andere zu springen und dabei immer schneller zu werden. Diese Übung ist auch ohne Trampolin möglich und hilft dabei, den Rumpf stabil zu halten während die Beine arbeiten müssen. Im Wasser werdet ihr zusätzlich mit der rutschigen Oberfläche des Boards zu tun haben. Deshalb wäre es von Vorteil, mit dem Balanceakt vertraut zu sein.

Nummer 3: Körperliche Fitness
Mit regelmäßigen Kniebeugen und Lauftraining erreicht ihr die notwendige Fitness, um länger auf dem Board bleiben zu können. Radfahren ist immer gut für die Kondition, doch ein Waldlauf, bei dem ihr die Unebenheiten des Bodens abfangen müsst, ist viel effektiver. Die Kniebeugen werden euch helfen, länger auf dem Board stehen zu können.

Nummer 4: Auf dem Board
Wer es geschafft hat sich im Wasser auf das Board zu stellen, kann dann endlich mit dem Paddeln beginnen. Wichtig sind dabei die Körperspannung und eine entspannte Körperhaltung. Das klingt paradox, ist aber gar nicht so schwierig. Der Trick ist, nicht zu viel nachzudenken, sondern dem Instinkt zu folgen. Der Körper findet die Balance wie selbstverständlich, sodass der Rumpf aufrecht bleibt und die Körperspannung hält. Wichtig ist, die Knie leicht gebeugt zu halten, die Füße parallel auf das Brett zu stellen - mit den Zehen in Fahrtrichtung und in den Beinen locker zu bleiben. Die Ideale Position findet ihr in der Mitte des Boards.

Nummer 5: Das richtige Board - aufblasbar oder laminiert?
Eine Kaufentscheidung ist immer sehr individuell. Es gibt Stand Up Paddler, die schwören auf die laminierten Boards, die aber meist schwerer sind als die ISUP. Wissen solltest du, dass es auch beim SUP inzwischen Boards für alle möglichen Einsätze gibt. Es werden natürlich Rennen oder Regatten ausgetragen und es gibt bereits Yogakurse, die auf dem SUP im Wasser praktiziert werden. Professionelle Paddler in der Fachpresse empfehlen die aufblasbaren Boards besonders fürs Paddling auf Seen und Flüssen. Die laminierten Flachwasserboards sind bis zu 3,80 Meter lang, Inflatables sind kürzer.
Die Vorzüge eines Inflatables sind also vielfältig: Es hat deutlich weniger Gewicht, es passt in jeden Kofferraum, jede Garage und in jeden Keller. Zudem ist es auf fest aufgeblasen noch weich und flexibel genug, sodass weniger Verletzungen auftreten. Diese Flexibilität ermöglicht auch ein Auflaufen an den Strand ohne Kratzer. Allerdings kann dem Inflatable im Wasser auch einmal die Luft ausgehen, wenn es unbemerkte, kleine Löcher oder Risse hat.

Nummer 6: Die Länge des Boards
Die SUP Boards sind alle unterschiedlich. Je nach Einsatzmöglichkeit brauchen die Boards unterschiedliche Längen. In der Regel sind die Angaben in Fuß und Zoll (bzw. auf Englisch, also foot und inch). Ein Fuß entspricht 30,48 cm, ein Zoll entspricht 2,54 cm. Je nach Gewicht des Paddlers und welchen sonstigen Ansprüche das Board gerecht werden soll, variiert die optimale Länge des Boards.
Als Faustregel gilt Folgendes:
Ein kompaktes Allroundbord hat eine Länge von 3,05 m, das entspricht 10 Fuß und 2 Zoll, abgekürzt 10'2".
Das etwas größere Allroundbord für etwas schwerere Menschen ist 3,40 m lang, also 11'2".
Ein Touring- oder Raceboard hat eine Länge von 3,81 m, also 12'6" und ein Langstreckenraceboard ist 4,26 m, und damit genau 14 Fuß, lang.
Je länger das Board ist, umso schneller wird es durchs Wasser gleiten.

Nummer 7: Die Breite des Boards
Die Boards sind 25, 29, 32, 34 oder 36 Zoll breit. Euer Gewicht und eure Fitness entscheiden die für euch optimale Breite. Für Einsteiger sind die Boards mit 32, 34 oder 36 Zoll empfehlenswert.

Nummer 8: Wie Kinder SUP am schnellsten lernen
Um Kinder an das SUP zu gewöhnen, sollten Eltern sie einfach mit auf ihr Board nehmen. Gestaltet das Lernen spielerisch, lasst die Kinder einfach auf dem Board herumklettern als wäre es eine Badeinsel. Sie freunden sich mit der Situation an und haben schließlich keine Angst, wenn ihr euch gemeinsam auf das Brett stellt und zu paddeln beginnt.

Nummer 9; Mannschafts- oder Einzelsport
Ursprünglich steht jeder Stand Up Paddler auf seinem eigenen Board. Auch Kinder werden schnell nach einem eigenen Board verlangen, um sich ausprobieren zu können. Doch nicht jede Familie kann sich mehrere Boards leisten. So entstanden Mannschaftswettbewerbe bei denen beispielsweise Geschwister, Paare oder Eltern mit Kind auf jeweils einem Board gemeinsam gegen andere Teams antreten.
Das gemeinsame Paddeln auf einem Board ist eine gute Vorbereitung für Touren mit dem SUP. In der Regel hat jedes Board hat auf seinem Bug (vorn) ein gespanntes Gummikreuz mit dem ihr euer Gepäck befestigen könnt.

Nummer 10: Ist es wichtig einen Kurs zu belegen?
Grundsätzlich ja, denn ihr lernt nicht nur die optimalen Bewegungsabläufe. Ebenso wichtig sind alle möglichen Maßnahmen in Notfällen. Beispielsweise lernt ihr euch richtig zu verhalten, wenn ein Board funktionsuntüchtig wird oder sogar untergeht. Zudem lernt ihr die Verkehrsregeln und korrektes Verhalten auf dem Wasser und wie ihr mit wechselnden Wetterbedingungen und anderen Naturereignissen umgehen solltet. Es ist also empfehlenswert, einen Kurs zu belegen, auch wenn ihr bereits einen Segel- oder Surfschein besitzt.